Museum Schloss Wachendorf

Schon seit 2006 betreuen wir die archäologische Sammlung auf Schloss Wachendorf, die um 1860 von Hans Karl von Ow begründet wurde. Er und sein Sohn Hans Otto von Ow haben nicht nur selbst Grabungen durchgeführt, sondern auch dazu beigetragen, viele archäologische Funde zu retten und aufzubewahren. Die Sammlung enthält zahlreiche bedeutende regionale und überregionale archäologische Funde von der Jungsteinzeit bis in die frühe Neuzeit, aber auch Exponate aus Nord- und Südamerika, Ägypten, Griechenland und von der Ostsee. Alle Funde wurden erfasst und inventarisiert, fast alle bestimmt und chronologisch eingeordnet. Im Zuge dessen entstand ein Fundkatalog, der in Bälde publiziert wird.

Mit den Fördermitteln aus dem Soforthilfeprogramm Heimatmuseen 2022 konnten die Exponate neu, attraktiv und nachhaltig präsentiert werden. Die aktuellen Informationen zu den Funden und Fundorten werden zurückhaltend mit gedruckten illustrierten Wand- und Vitrinentafeln vermittelt. Vertiefende Informationen sind über ein Tablet abrufbar.

Soforthilfeprogramm Heimatmuseen 2022

Zu den Highlights der Sammlung gehören Pfahlbaufunde aus Bodman (Bodensee), Genf und dem Pfäffikersee (Schweiz), Bronzeschmuck aus dem keltischen Gräberfeld bei Ammerbuch-Pfäffingen (Kr. Tübingen) sowie aus mehreren Grabhügeln. Hinzu kommen Funde aus den römischen Gutshöfen von Hirrlingen, Rottenburg-Obernau und Starzach-Bierlingen sowie Totenbäume, Schmuck, Holzgeschirr, Textilreste und das einzige erhaltene Lederschuhpaar aus dem berühmten frühmittelalterlichen Gräberfeld von Oberflacht (Kr. Tuttlingen), das Goldgriffschwertgrab aus Ammerbuch-Entringen aus dem späten 5. Jh. n. Chr. sowie weitere frühmittelalterliche Funde aus Rottenburg-Hemmendorf und Horb-Mühringen. Zahlreiche Waffen, darunter Teile einer Armbrust und andere mittelalterliche Funde stammen von verschiedenen Adelssitzen aus der Region, mehrere Grabausstattungen des 17. Jh. aus dem Kloster Kirchberg bei Sulz und den Kirchen in Waldachtal-Salzstetten und Hemmendorf.

Blick in die Ausstellung